Genau so ging es mir mit dem Schreiben. Aber diesmal soll es anders werden! Ich nehme dich mit auf meine Reise zu neuen Routinen, echten Veränderungen und kleinen Schritten, die Großes bewirken können. Vielleicht erkennst du dich in meiner Geschichte wieder? Dann lass uns gemeinsam loslegen!“
Boah, ist es wirklich schon ein Jahr her, dass ich hier im Blog etwas veröffentlich habe?
Damals wollte ich das Schreiben zu einer Routine entwickeln, was mir – wie schon öfters – eher schlecht gelungen ist. Geschrieben habe ich schon, aber nicht so, wie ich es damals geplant hatte.
Nein ich fühle mich dabei nicht schlecht und habe auch kein schlechtes Gewissen, wobei es sich ganz leicht, aber wirklich nur ganz leicht, eingeschlichen hat. Ich habe im letzten Jahr jedoch gelernt mich von verschiedensten Dingen und Situationen abzugrenzen, das Gefühl aber nicht zu unterdrücken. Dabei geht es nicht nur um Gefühle und Empfindungen aus dem Außen, sondern auch um die, die sich in mir selbst regen. Ich möchte mich in solchen Gefühlen nicht länger aufhalten als notwendig. Ich möchte mich davon nicht überrennen lassen. Daher nehme ich es bewusst wahr und dann darf es auch wieder gehen.
Für mich ist klar, dass ich damals zwar diese Routine entwickeln wollte, aber die Entscheidung getroffen habe – vielleicht auch nicht bewusst – es nicht zu tun. Wobei ich mich frage, weshalb dies so ist? Warum bekomme ich es nicht auf die Reihe?
Routinen zu entwickeln, egal um welche es sich handelt, ist nicht immer leicht. Die Komfortzone, das Altbekannte, ruft immer wieder. Die Frage ist nur, wer dabei der „Sieger“ ist. Tja und da habe ich dem inneren Schweinehund in den letzten Monaten mehr Macht gegeben, als ihm zusteht.
Let’s go – neuer Versuch und ich starte mit einer Frage an dich:
Wie versuchst du Routinen bei dir zu etablieren? Notierst du dir Erinnerungen im Kalender oder schreibst To-Do-Listen? Fängst du einfach an und schaust was passiert? Sozusagen mit Plan oder ohne Plan?
Ich hatte z.B. früher Routinen, dich ich nach Jahren des Funktionierens einfach nicht mehr gemacht habe. Warum das passiert ist, kann ich nicht mal genau sagen. Oh doch, ich weiß es schon bzw. kann ich es eingrenzen und jetzt bin ich mal ganz ehrlich zu dir und auch zu mir selbst: Ich hatte z. B. keine Lust das jetzt zu erledigen und so verschob ich es auf einen späteren Zeitpunkt und dann wurde es immer später, bis es dann irgendwann ganz im Sande verlaufen ist.
Schrecklich, wo es doch einfache Routinen wie z. B. das regelmäßige Blumengießen, Dinge im Haushalt, das Einkaufen oder ähnliches war. Oft tat ich nicht mal das Nötigste. Auweia! Der Automatismus war nicht mehr vorhanden und wann ist es mir meist aufgefallen? Als die Blumen die Köpfe hängen ließen oder gar ganz kaputt gegangen sind. Dabei liebe ich es Pflanzen in der Wohnung zu haben und viel Zeit nimmt dieses Gießen nicht in Anspruch. Ich habe vieles einfach aus der Hand gegeben und auf den Schultern meines Partners abgeladen.
Somit habe ich zuletzt begonnen mir eine Erinnerung im Kalender zu notieren, dass ich jede Woche an einem bestimmten Tag nun die Blumen gieße. Klar kann ich die auch einfach wegdrücken, was bei der ein oder anderen Erinnerung auch tatsächlich passiert, aber damit belüge ich mich nur wieder selbst. Ich bescheiße mich und habe dann nichts gewonnen. ABER: Es ist zumindest ein Anfang und das zählt gerade für mich!
Ausreden kennen wir bestimmt alle, die wir uns erzählen, um etwas jetzt nicht zu tun oder wir ignorieren es vollständig.
Wie kann ich also Routinen entwickeln und sie auch in meinen Alltag integrieren? Am besten in kleinen Schritten, die leicht fallen und zu Beginn nicht viel Zeit in Anspruch nehmen.
Um neue Routinen in meinen Alltag zu etablieren, benötige ich je nachdem eine Mischung aus Planung, Konsequenz und Motivation. Ich habe hier einige Schritte aufgelistet, um neue Gewohnheiten erfolgreich zu integrieren:
- Fange klein an
Setze dir realistische Ziele. Statt „Ich werde jeden Tag eine Stunde Sport treiben“, fang mit „Ich mache 10 Minuten Bewegung am Morgen“ an. - Verbinde die neue Gewohnheit an eine bestehende
Nutze bereits etablierte Routinen als Anker. Zum Beispiel: „Nach dem Zähneputzen mache ich 5 Minuten Dehnübungen.“ - Setze Erinnerungen
Nutze Wecker, Notizen oder Apps, um dich an deine neue Routine zu erinnern. Sichtbare Trigger (z. B. Sportschuhe neben der Tür) helfen ebenfalls. - Beseitige Hindernisse
Mache es dir leicht, die neue Gewohnheit auszuführen. Wenn du gesünder essen willst, bereite Snacks vor oder stelle Obst in Sichtweite. - Übernimm Verantwortung und committe dich
Teile dein Vorhaben mit Freunden oder Familie oder führe ein Tagebuch, um deine Fortschritte festzuhalten. - Belohne dich
Kleine Belohnungen nach einer erfolgreichen Durchführung helfen, die Routine positiv zu verknüpfen. Zum Beispiel ein gutes Buch nach einer Woche regelmäßigen Trainings. - Bleib geduldig
Routinen brauchen Zeit – oft 21 bis 66 Tage, um sich zu verfestigen. Rückschläge sind normal, also nicht entmutigen lassen!
Diese Liste ist auch ein Reminder für mich selbst, um Dinge wieder mehr in meinen Alltag integrieren kann. Ab heute dürfen Sätze wie „Dafür habe ich keine Zeit“, „Jetzt habe ich keine Lust darauf“ oder ähnliches immer weiter aus meinem Leben verschwinden.
So und nun der für mich sehr große Schritt, der in mir schon Unbehagen auslöst:
Ich committe mich jetzt hier und möchte in kleinen Schritten mein Leben endlich zurück. Ich übernehme Verantwortung für mich und starte in mein neues Abenteuer! Ich gehe raus in die Welt und entdecke – hoffentlich – viel Neues. Komfortzone du kannst mich mal!
Das heißt jetzt nicht, dass ich im letzten Jahr nichts Neues er- und durchlebt habe, denn genau davon gibt es demnächst mehr. Es sind eigene Geschichten und Erlebnisse. UND JA – ich starte einen neuen Versuch, denn ich will dich ja mit auf meine Reise zu mir selbst mitnehmen. Vielleicht inspiriert dich mein Weg und du gehst auf deine eigene Reise. Manche Situationen oder Erlebnisse kommen dir möglicherweise aus deinem Leben bekannt vor, dann würde ich mich freuen, wenn du diese mit mir teilen würdest – entweder über die Kommentarfunktion oder du schreibst mir eine Mail.
Bis dahin wünsche ich dir einen sonnigen Tag
Deine Kirsten
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